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Rudolf G. Binding

Sonette der Verschmähten - Nr. 6

O daß nun Freude ist was mich zerbrach!
Daß Jubel ist was gestern noch als Schmach
verhüllt sich in ein wehes Herz verbarg!
Daß Tempel ist was eben noch war Sarg!

Daß ich dem Schmerz der Tage lächle nach
wie man sich Kindliches verzeiht! Daß brach
ich bin für Schmerz die so viel Schmerzen barg.
Es ist zu reich was ist. Ich bin zu karg.

Und all dies ist weil er es so begehrte;
weil er in Liebe mir den Tod verkehrte;
weil seines Herzens Glut den Funken wahrt.

Wie stark ist dieses Herz daß es gebietet
der Liebe und dem Tod und beide nietet
in einem Leib –: wie stark ist es – und zart.


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