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Hans Erich Blaich - "Dr. Owlglass"

Dichter und Amsel

Im März, April, ja noch im Mai
ward der Gesang, den sie gespendet,
mit warmem Dank von ihm verwendet
bei seiner Frühlingsdichterei.

Inzwischen hat das gute Tier
sich zweckvoll ehelich verbunden.
Viel Nachwuchs hat sich eingefunden
und huscht durch Beete und Spalier.

Grad werden hier die Beeren rot.
Der Dichter freut sich auf die Gaben.
Doch auch die Amsel will sie haben
zum Morgen- oder Abendbrot.

Das gibt denn einen Dauerlauf
und Wettbewerb der Kontrahenten ...
Wie pflegt derselbige zu enden?
Meist steht die Amsel früher auf.

Zum Teufel geht die Sympathie.
Der Dichter, von Apoll verlassen,
beginnt die Sünderin zu hassen
und wirft nun Stein um Stein auf sie.

(eingesandt von Andreas Schwarzkopf)

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