mumag > Gedichtauswahl > Heine
mehr Liebesgedichte

Heinrich Heine

Welcher Frevel, Freund!

Welcher Frevel, Freund! Abtrünnig
Wirst du deiner fetten Hanne,
Und du liebst jetzt jene spinnig
Dürre, magre Marianne!

Läßt man sich vom Fleische locken,
Das ist immer noch verzeihlich;
Aber Buhlschaft mit den Knochen,
Diese Sünde ist abscheulich!

Das ist Satans böse Tücke,
Er verwirret unsre Sinne:
Wir verlassen eine Dicke,
Und wir nehmen eine Dünne!

aus: „Nachgelesene Gedichte 1845-1856“ - 2. Abteilung

(eingesandt von Heidi Starke)

Seitenanfang / top


Werbung amazon: Liebesgedichte -
Gedichtinterpretationen - Gedichtanalysen



Impressum - Datenschutz