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Franz Werfel

Verliebte Frühe

Das Gehölz wirft sich im Wind
Wie ein Schläfer in erster Frühe.
Schon schmolz die eiserne Nacht.

Mein erwachtes Blut,
Flüssiger rinnt es
In den durchsichtigen Morgen hinein.

Ach, mein neues Gefühl!
Gestern legt' ich's neben mich,
Nun richtet sich's blinzelnd empor.

An den Mittag denkt meine Verliebtheit,
An ein Pflaster mit breiten Sonnenpfützen
Und an eine Gestalt . . .

Viele Stunden sind es bis Mittag,
Viel Zeit noch zur Vorfreude.

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