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Christian Morgenstern

Der Säemann

Durch die Nächte
der irdischen Völker
schreitet, im Antlitz
Weltalls-Weihe,
langsam ein Säemann.

In weitem Schwunge
wirft er die Runden
goldener Körner
über die dunklen
Äcker der Menschheit.

Und aus den Schollen
schießen Ähren
goldfackelköpfig,
flammende Säulen
Nachtsonnenfeuer.

Fern im Dunkel
schwindet der Genius,
der Völker Nächte
mit goldenen Würfen
weiter durchsegnend.


aus dem Nachlass -
Hier geht es zu einem weiteren Gedicht
von Morgenstern mit fast demselben Titel,
das bereits zu Lebzeiten veröffentlicht wurde: Der Sämann.

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